Familie Storchschnabelgewächse – Geraniaceae Juss.

Die Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) fasziniert vor allem durch die erstaunliche Form ihrer Früchte und die damit verbundene Art der Samenverbreitung. Die Ähnlichkeit der Früchte der Arten dieser Familie mit Vertretern aus dem Tierreich war sowohl für die wissenschaftliche als auch für die umgangssprachliche deutsche Namensgebung dieser Familie ausschlaggebend. So ähneln die heranreifenden Fruchtstände mit den langen Fortsätzen der Fruchtblätter den langen, schlanken Schnäbeln von Störchen, Kranichen oder Reihern. Der Gattungsname „Geranium“, wurde bereits von dem griechischen Arzt und Pflanzenheilkundigen Dioskurides, der im 1. Jahrhundert n. Chr. lebte, verwendet. Er leitet sich von der griechischen Verkleinerungsform „geranion“ für „geranos = Kranich“ ab und zielt auf die Ähnlichkeit der Früchte dieser Gattung mit den langen Schnäbeln der Kraniche. Später wurde dieser Name auf die ganz Familie übertragen. Der wissenschaftliche Name der Gattung „Pelargonium“ leitet sich von der griechischen Bezeichnung „pelargos“ für „Storch“ und der der Gattung Reiherschnabel „Erodium“ von dem Wort „erodios“ für „Reiher“ ab.[5]

Kraniche, Störche und Reiher waren die Namenspate sowohl für die Familie als auch für die einzelne Gattungen der Familie der Storchschnabelgewächse. Die Ähnlichkeit zwischen der Form der reifen Früchte der Arten dieser Familie mit der Ähnlichkeit der langen Schnäbel dieser Vögel war für die Benennung ausschlaggebend. Fotos: M. Neitzke
Ein weiterer Grund für die große Popularität dieser Familie sind die vielen Balkon- und Gartenpflanzen, die zur Familie der Storchschnabelgewächse gehören. Die beeindruckenden Farben, Formen und Größen vieler Arten der Storchschnabelgewächse veranlassten schon früh Gartenliebhaber, Vertreter dieser Familie in unseren Gärten heimisch zu machen und durch Züchtung immer neue Formen zu kreieren. Der Trend hin zu naturnahen Gärten tut ein Übriges, um die Ansiedlung von Wildformen vieler Storchschnabelarten in Gärten zu fördern.
Verbreitung und Herkunft
Herkunft: Die Familie der Storchschnabelgewächse ist eine relativ junge Familie. Es wird vermutet, dass diese Familie erst vor etwa 33 Millionen Jahren in der Übergangszeit zwischen Eozän und Oligozän entstand. So konnte ein etwa 28 Millionen Jahres altes Pollenfossil aus dem Oligozän als Pollen einer Pflanze aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) identifiziert werden.[3]
Verbreitung: Die Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) ist mit 7 Gattungen und über 800 Arten weltweit verbreitet. Es handelt sich um Kräuter oder Halbsträucher, selten um Bäume.[15] Besonders häufig tritt sie in den gemäßigten und subtropischen Zonen auf. Vertreter dieser Familie haben nahezu alle Lebensräume, bis auf die aquatischen, besiedelt.[3, 4, 7] In Mitteleuropa sind lediglich zwei Gattungen heimisch, die Gattung „Storchschnabel“ (Geranium) und die Gattung „Reiherschnabel“ (Erodium). Bei den Arten dieser beiden Gattungen handelt es sich um ein- oder mehrjährige Kräuter. Die Gattung „Storchschnabel“ ist weltweit mit etwa 400 verschiedenen Arten vertreten.
Die bekannteste Gattung der Familie der Storchschnabelgewächse ist mit Sicherheit die Gattung „Pelargonium“. Die mehr als 200 Arten dieser Gattung sind vor allem in Südafrika verbreitet. In Europa sind Pelargonien seit mehreren 100 Jahren bekannt. Berichten zufolge wurden die ersten Vertreter bereits vor 1600 n. Chr. in den botanischen Garten der Universität von Leiden aufgenommen. Allerdings wurden die Pelargonien ursprünglich von Carl von Linné, als er die wissenschaftliche Nomenklatur einführte, der nahe verwandten, in Europa heimischen Gattung Geranium zugeordnet.[3] Als der Fehler der systematischen Einordnung 1732 korrigiert wurde, und die Gattung „Pelargonium“ als eigenständig anerkannt wurde, hatte sich der Name „Geranie“ für beide Gattungen bereits eingebürgert, so dass heute in der Umgangssprache beide Gattungen wahlweise mit beiden Namen bedacht werden.[3, 4]
In Deutschland ist die Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) mit 2 Gattungen vertreten, der Gattung „Storchschnabel“ (Geranium) mit 20 einheimischen Arten und der Gattung „Reiherschnabel“ (Erodium) mit nur 2 einheimischen Arten.
Die vor allem in Südafrika verbreiteten Arten der Gattung „Pelargonium“ waren Ausgangspunkt für die Züchtung vieler Sorten, die heute zu den häufigsten Zierpflanzen gehören, die auf den mitteleuropäischen Balkonen und in Gärten angepflanzt werden. Foto: M. Neitzke
Gattung Storchschnabel (Geranium)
Blütenaufbau
Die Blüten der Vertreter der Familie der Storchschnabelgewächse bestehen aus einer doppelten, also in Kelch und Krone gegliederten Blütenhülle. Die Blütenhülle ist 5-zählig, besteht als aus 5 Kron- und 5 Kelchblättern. Während die 5 Kronblätter immer frei sind, können die Kelchblätter manchmal an der Basis verwachsen sein. Allerdings ist die Blütensymmetrie der verschiedenen Gattungen der Familie der Storchschnabelgewächse nicht einheitlich. Neben radiärsymmetrischen Blüten treten auch zweiseitig-symmetrische (zygomorphe Blüten) auf. So setzen sich die Blüten der in Mitteleuropa heimischen Gattung „Storchschnabel“ stets aus 5 gleich großen Blütenblättern zusammen, sie sind demzufolge radiärsymmetrisch. Die Blüten der Arten der Gattung „Pelargonium“ weisen dagegen typischerweise nur eine Symmetrieebene auf. Sie besitzen also einen zweiseitig-symmetrischen bzw. zygomorphen Bau. Außerdem bilden die Pelargonien einen Nektarsporn aus, der über seine gesamte Länge mit dem Blütenstiel verwachsen ist.[4, 10] Bei der ebenfalls in Mitteleuropa heimischen Gattung „Reiherschnabel“ (Erodium) spec. kommen neben radiären Blüten auch etwas zweiseitig symmetrische Blüten vor.[15, 27]

Die Blüten der Gattung „Storchschnabel“ sind stets 5-zählig, radiärsymmetrisch und in Kelch und Krone gegliedert (links: Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum), rechts: Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum). Fotos: M. Neitzke

Neben radiärsymmetrischen Blüten treten in der Familie der Storchschnabelgewächse auch schwach zweiseitig-symmetrische (zygomorphe Blüten), wie z.B. in der Gattung „Reiherschnabel“ (Erodium cicutarium, links) bis stark zygomorphe Blüten (Pelargonium spec.) (rechts) auf. Fotos: M. Neitzke
Die 10 Staubblätter der zwittrigen Blüten sind auf 2 Kreise zu je 5 verteilt. Die äußeren 5 Staubblätter reifen vor den inneren 5 Staubblättern. Die 5 Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten mit einem Griffel und 5 Narben verwachsen. Jedes Fruchtblatt enthält 2 Samenanlagen.[7, 10] Um eine Selbstbestäubung zu vermeiden und im Gegenzug eine Fremdbestäubung sicher zu stellen, reifen die Staubblätter vor den Narben. Die Blüten sind also vormännlich (proteandrisch). Nach ihrem Abblühen weichen die Staubblätter nach außen und machen den 5 papillösen Narbenästen Platz.[18]

Die Aufsicht auf die Blüte des Stinkenden Storchschnabels (Geranium robertianum) zeigt die in 2 Kreisen zu je 5 angeordneten 10 Staubblätter der Blüten der Gattung „Storchschnabel“. Die äußeren 5 Staubblätter reifen vor den inneren 5 Staubblättern. Foto: M. Neitzke

Nach Entfernung der vorderen beiden Blütenblätter bei einer Blüte des Waldstorchschnabels (Geranium sylvaticum) wird der Blick auf die Staubblätter und den oberständigen Fruchtknoten frei. Die Basen der lanzettlichen Staubfäden verdecken den Fruchtknoten. Die Blüte befindet sich derzeit in dem männlichen Stadium. Die 5 roten Narbenäste neigen sich noch dicht zusammen und die 10 Staubblätter stehen obendrein nahezu senkrecht. Fotos: M. Neitzke

Um eine Selbstbefruchtung zu vermeiden, reifen die Staubblätter vor den Narben. Deutlich sind die verschiedenen Entwicklungsstufen während der Blüte des Blut-Storchschnabels (Geranium sanguineum) zu erkennen. In der männlichen Phase (links) stehen die Staubblätter noch nahezu senkrecht, die reifen Staubbeutel öffnen sich und entlassen den Pollen; die roten Narbenäste neigen noch dicht zusammen. Ihre papillöse Oberfläche ist dadurch verdeckt. In der weiblichen Phase (rechts) haben sich die Narben gestreckt und weichen auseinander. Auf ihren Oberflächen kann jetzt der Fremdpollen abgeladen werden. Die abgeblühten Staubblätter sind auseinandergewichen. Die Staubbeutel sind teilweise abgefallen. Fotos: M. Neitzke Dies ist Absatztext. Klicken Sie darauf oder klicken Sie auf die Button Text verwalten, um Schriftart, Farbe, Größe, Format und mehr zu ändern. Um Website-weite Absatz- und Titelstile einzurichten, gehen Sie zu Website-Design.
Der Nektar wird von 5 Nektardrüsen an der Basis der fünf äußeren Staubblätter abgesondert. Diese Nektarien werden von Wimpernhaaren, die seitlich an der Basis der Kronblätter entspringen, bedeckt und so vor Regen geschützt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch sehr bildlich von einer sog. „Saftdecke“. Für Insekten, auch für kurzrüsselige, stellt diese „Saftdecke“ allerdings kein Hindernis für den Zugang zum Nektar dar.[5,18, 21] Als der deutsche Botaniker und Theologe Christian Konrad Sprengel (1750-1816), der heute als Begründer der modernen Blütenökologie gilt, diese „Saftdecke“ beim Waldstorchschnabel zum ersten Mal beobachtete, soll er so begeistert gewesen sein, dass er eine Predigt versäumte. Was er aber nach eigenen Aussagen nie bereut hat.[17] Er beschreibt seine Beobachtung, die er im Jahr 1787 gemacht hat und seine Schlussfolgerungen folgendermaßen: „An der Innenseite der Kronblätter des Waldstorchschnabels befinden sich im unteren Teil feine Härchen, die verhinderten, dass Regentropfen zum Nektarium gelangen können, aber den Insekten ermöglichen, zu den „Safttröpfchen“ zu gelangen. Die Blumen sollen durch diese oder jene Art von Insekten oder durch mehrere Arten derselben befruchtet werden. Dies geschieht, indem sie auf zum Weg zum Nektar mit ihrem mehrenteils haarreichen Körper […] den Staub der Antheren abstreifen und denselben auf das Stigma bringen.“[17]

Nach Entfernung der vorderen Blütenblätter sind in der Blüte eines Blutstorchschnabels die Nektardrüsen an der Basis der äußeren Staubblätter zu erkennen. Foto: M. Neitzke

Wimpernhaare an der Basis der Blütenkronblätter schützen die an der Basis der äußeren Staubblätter liegenden Nektardrüsen vor Regentropfen. Sie bilden eine sogenannte „Saftdecke“. Foto: M. Neitzke
Die Blüten der Storchschnabelarten werden von einem bunten Kaleidoskop von Insekten besucht, die das angebotene Nahrungsangebot in Abhängigkeit von der Ausbildung ihrer Mundwerkzeuge, aber auch ihres Brutverhaltens unterschiedlich nutzen. Schmetterlinge können mit ihren langen Rüsseln nur den Nektar trinken. An den Blüten des Stinkenden Storchschnabels wurden beispielsweise bis zu 14 verschiedene Schmetterlingsarten beobachtet. Neben der Honigbiene gehören auch zahlreiche Wildbienen zu den häufigen Besuchern der Blüten.[21, 30] Sie nutzen sowohl das Nektar- als auch das Pollenangebot zur eigenen Energieversorgung und zur Versorgung ihrer Brut. Die Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) ist aber nicht nur durch die Bienen vertreten. Auch verschiedene Wespenarten gehören zu den Nutznießern des Nektarangebots der Blüten der Storchschnabelarten. Lediglich zur Eigenversorgung suchen Fliegen, vor allem viele Schwebfliegenarten, die keine Brutfürsorge betreiben, die Blüten der Storchschnabelarten auf. Sie schlecken den Pollen aus den geöffneten Staubbeuteln und den Nektar von den Nektarien.

Ein Männchen (links) und ein Weibchen (rechts) eines Aurorafalters (Anthocharis cardamines) besuchen der Blüten des Stinkenden Storchschnabels (Geranium robertianum), um den sich am Grunde der Blüten sammelnden Nektar zu trinken. Fotos: M. Neitzke

Für größere Insekten wie die 11-18 mm große Honigbiene (links) mit ihrem langen Rüssel (6,3-6,7 mm) und die 8 -14 mm große Sumpfschwebfliege (Helophilus pendulus) (rechts) stellt der Zugang zum Nektar der Blüten des Wald-Storchschnabels (Geranium sylvaticum, lins) und des Blut-Storchschnabels (Geranium sanguineum, rechts) kein Problem dar. Fotos: M. Neitzke

Zu den häufigen Besuchern des Wiesenstorchschnabels (Geranium pratense) gehört auch die Ackerhummel, die sich bequem auf den Staubblättern thronend, auf die Suche nach dem Nektar macht. Zielsicher steuert sie mit ihrem langen Rüssel zwischen den Blütenkronblättern und durch die „Saftdecke“ hindurch den von dem Nektargewebe abgesonderten Nektar an. Foto: M. Neitzke

Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) trinkt den Nektar der Blüten des Blut-Storchschnabels (Geranium sanguineum) zur Eigenversorgung (links). Den Pollen sammelt sie mit Hilfe einer Haarbürste auf der Unterseite des Hinterleibes (rechts). In dieser transportiert sie den Pollen auch in ihr Nest. Foto: M. Neitzke

Für die Bienenjagende Knotenwespe (Cerceris rybyensis) sind die Blüten des Blut-Storchschnabels (Geranium sanguineum) nicht nur Nahrungsquelle, sondern auch Paarungstreffpunkt. Foto: M. Neitzke

Die bunte Narzissen-Schwebfliege (Merodon equestris), die mit ihrer Färbung eine Hummel nachahmt, schleckt den Nektar vom Grund der Blüte des Blut-Storchschnabels (Geranium sanguineum) und den Pollen aus den geöffneten Staubbeuteln. Fotos: M. Neitzke

Die Sumpfschwebfliege (Helophilus pendulus) hat es vor allem auf den Pollen der Blüten des Wald-Storchschnabels (Geranium sylvaticum) abgesehen. Fotos: M. Neitzke

Die blütenbesuchenden Käfer sind vor allem an dem Pollen interessiert. Der Grüne Scheinbockkäfer (Oedemera nobilis) nutzt den Pollen verschiedener Storchschnabelarten. Um den Pollen bequem aus den Staubbeuteln fressen zu können, werden letztere mit den Vorderbeinen festgehalten (links, Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense). Teilt man die Ressourcennutzung friedfertig auf, so ist Platz für mehrere Insekten gleichzeitig in einer Blüte (rechts; Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum)). Fotos: M. Neitzke

Auf ihrer Suche nach Nektar streifen die Insekten den blauen Pollen in ihrem Haarkleid ab (links: Wiesenhummel (Bombus pratorum); rechts: Honigbiene (Apis mellifera). Fotos: M. Neitzke
Früchte
Nach einer Befruchtung reifen die Früchte heran. Im Zuge des Reifungsprozesses verlängern sich die oberen Teile der 5 Fruchtblätter und bilden einen kräftigen „Schnabel“. Diese Veränderungen während der Entwicklung der Früchte führen dazu, dass sie einem Vogelkopf mit einem langen Schnabel, wie z.B. dem eines Storches, eines Reihers oder Kranichs immer ähnlicher werden ( → Name). Dieser Bau der Früchte ist keine kuriose Laune der Natur, sondern die Voraussetzung für die Schleuderverbreitung der Samen der Arten dieser Pflanzenfamilie. Bei ihrer Reife zerfällt die Frucht der Storchschnabelarten nämlich in ihre fünf Fruchtfächer mit je einer langen Granne an ihrer Spitze, also in insgesamt fünf Teilfrüchte. In jedem Fruchtfach ist jeweils ein Same enthalten. Botaniker bezeichnen diesen Fruchttyp als Spaltfrucht. Diese fünf einsamigen, schnabelartig verlängerten Teilfrüchte liegen zunächst einer kräftigen Mittelsäule, die von den inneren Teilen der Fruchtblätter gebildet wird, dicht an. Zur Reife heben sich dann die Außenwände der Teilfrüchte mit dem Samen durch ein Aufrollen der Grannen mehr oder weniger schnell von unten nach oben von der stehenbleibenden Mittelsäule ab. Ausgelöst wird diese plötzliche Ablösung durch Austrocknung der grannen-artigen Fortsätze der einzelnen Teilfrüchte. Durch das schlagartige Aufrollen der Grannen werden entweder die einzelnen Teilfrüchte als Ganzes, wie beispielsweise beim stinkenden Storchschnabel (Geranium robertianum) oder nur die Samen katapultartig fortgeschleudert. [5, 10] Pflanzen mit diesem Verbreitungsmechanismus ihrer Samen werden als „Austrocknungsstreuer“ bezeichnet.[5] Beim Stinkenden Storchschnabel können die Teilfrüchte bis zu 6 m fortgeschleudert werden. Beim Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) und Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) beträgt die Schleuderweite der Samen 2 bzw. 2,7 m.[5]
Mit zunehmender Reife (von links nach rechts) verlängern sich die oberen Teile der 5 Fruchtblätter und bilden einen kräftigen „Schnabel“. Sie erinnern an die langen Schnäble eines Storches. Die an der Basis liegenden Fruchtfächer, bleiben zunächst noch von den Kelchblättern eingeschlossen. Fotos: M. Neitzke

Bei der Reife zerfällt der zunächst fünffächerige Fruchtknoten in 5 einsamige Teilfrüchte, bestehend aus einem Fruchtfach mit je einem Samen und einer Granne, wie hier beim Stinkenden Storchschnabel (Geranium robertianum). Foto: M. Neitzke

Bei dem Stinkenden Storchschnabel lösen sich bei der Reife der Frucht die Außenwände der Teilfrüchte durch Austrocknung von der Mittelsäule und werden als Ganzes bis zu 6 m weit fortgeschleudert. In dem auf dem Foto abgebildeten Beispiel ist die Teilfrucht jedoch an der spitzen Granne eines Kelchblattes hängengeblieben. Foto: M. Neitzke

Fruchtstände des Wald-Storchschnabels (Geranium sylvaticum). Die fünf Fruchtblätter bilden unten je ein Fruchtfach, das 1 Samen enthält und einen oberen spitz zulaufenden Teil, der als Schnabel bezeichnet wird. 2 Samen sind bereits ausgeschleudert worden. Die leeren Fruchtfächer befinden sich noch an der Spitze der Mittelsäule. Foto: M. Neitzke

Wenn sich die Grannen der Teilfrüchte der Früchte des Waldstorchschnabels durch Austrocknung ruckartig von der Mittelsäule lösen, werden die Samen aus den Fruchtfächern geschleudert. Die leeren Fruchtfächer bleiben zunächst durch die bogenförmig aufgerollten Grannen mit der Mittelsäule verbunden. Foto: M. Neitzke

Ein Storch bei der erfolgreichen Jagd auf einen Frosch. Er ist der Namenspate für die Gattung „Storchschnabel“ und die Familie der „Storchschnabelgewächse“. Ausschlaggebend für diese Namengebung sind die einem Storchschnabel ähnelnden Spaltfürchte. Fotos: M. Neitzke
Blätter
Die Blätter der meisten Arten der Gattung Storchschnabel weisen eine rundliche bis 5 eckige Form auf und sind handförmig eingeschnitten oder gefingert. Nur 2 Arten besitzen gefiederte in ihrem Umriss dreieckige Blätter, der Stinkende Storchschnabel auch Ruprechtskraut genannt (Geranium robertianum) und der Purpur-Storchschnabel (Geranium purpureum).

Blätter von Arten der Gattung Storchschnabel: links: Stinkender Storchschnabel oder Ruprechtskraut (Geranium robertianum), Mitte: Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum), rechts: Schlitzblättriger Storchschnabel (Geranium dissectum). Fotos: M. Neitzke
Gattung Reiherschnabel (Erodium)
Obwohl sich die Arten der beiden in Deutschland heimischen Gattungen recht ähnlichsehen, bestehen jedoch auffällige Unterschiede zwischen den Vertretern beider Gattungen.

Die Darstellungen des Gewöhnlichen Reiherschnabels (Erodium cicutarium) (links) und des Wald-Storchschnabels (Geranium sylvaticum) des schwedischen Botanikers C. A. Lindman zeigen die wesentlichen Unterschiede zwischen den Gattungen „Reiherschnabel“ und „Storchschnabel“. Links: Gewöhnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium): 1) blühender Zweig, 2) Blüte, 3) Fruchtstand, 4) Teilfrucht; rechts: Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum: 1) Wurzelstock, 2 blühender Zweig, 3) Grundblatt, 4) Staubblätter und Stempel, 5) reifer Fruchtstand, 6) Same. Abbildungen: C. A. M. Lindman (1901-1905).[19]
Die Blätter des Gewöhnlichen Reiherschnabels (Erodium cicutarium) sind im Umriss meist länglich und gefiedert. Foto: M. Neitzke

Bei manchen Formen des Gewöhnlichen Reiherschnabels ist die Krone zweiseitig-symmetrisch (dorsiventral) und verschiedentlich mit dunklen Fleckensaftmalen versehen. Im Gegensatz zu den Arten der Gattung Geranium sind bei den Arten der Gattung „Reiherschnabel“ nur 5 der 10 Staubblätter fertil. Bei den übrigen 5 sind keine Staubbeutel entwickelt (staminodial). Der Nektar wird von Nektardrüsen außen an der Basis der fertilen Staubblätter abgeschieden.[18] Foto: M. Neitzke

Die kleinen Blüten des Gewöhnlichen Reiherschnabels werden vor allem von Fliegen besucht, wie beispielsweise der Hainschwebfleige (Episyrphus balteatus). Foto: M. Neitzke

Die Blüten des Gewöhnlichen Reiherschnabels sind in meist 5-8 blütigen Dolden angeordnet (links). Nach der Befruchtung entwickeln sich die Früchte zu den für diese Familie typischen lang geschnäbelten Spaltfürchten, deren Ähnlichkeit mit dem langen Schnabels eines Reihers für den Namen dieser Gattung verantwortlich ist (rechts). Fotos: M. Neitzke

Bei ihrer Reife lösen sich die Teilfrüchte durch die sich schraubig einrollenden Grannen von der Fruchtachse (Mittelsäule) ab. Die Fruchtblätter bleiben geschlossen. Diese nußartigen Teilfrüchte bohren sich mit Hilfe des schraubenförmigen Schnabels durch hygroskopische Bewegungen in die Erde oder bewegen sich als Bodenkriecher fort. Eine Verbreitung im Tierfell ist ebenfalls möglich.[5, 10] Fotos: M. Neitzke

Ein Namenspate für die Gattung Reiherschnabel, ein Graureiher (Ardea cinerea) geht auf einer Wiese sehr erfolgreich der Jagd nach Feldmäusen nach. Fotos: M. Neitzke
Zusammenfassung der Merkmale der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae):
- Blätter: meist wechselständig, selten gegenständig, mit Nebenblättern, einfach oder zusammengesetzt und häufig geteilt
- Blüten: Meist radiär, 5-zählig, Kronblätter immer frei, Kelchblätter in der Regel frei, manchmal an der Basis verwachsen
- Staubblätter: Staubblätter 10, auf 2 Kreise zu je 5 verteilt, von den 10 Staubblättern können 5 unfruchtbar sein.
- Häufig sind zwischen den Kronblättern Nektardrüsen vorhanden
- Fruchtknoten:
- Oberständig, aus der Verwachsung von 5 Fruchtblättern entstanden, 5 fächerig, in jedem Fach 1-2 Samenanlagen, es entwickelt sich nur 1 zum Samen
- Griffel: 1 Griffel mit 5 Narben
- Frucht: Spaltfrucht (eine Frucht, die aus einem verwachsenen Fruchtknoten entstanden ist, der sich bei Reife teilt), in je 5 schnabelartig verlängerte, 1samige Teilfrüchte zerfallend.
Verwendung
Aufgrund ihrer hohen Gehalte an Gerbstoffen, ätherischen Ölen und Polyphenolen spielen einige Arten aus der Familie der Storchschnabelgewächse, insbesondere aus den Gattungen Storchschnabel (Geranium) und Pelargonium, eine Rolle in der Heilkunde und Kosmetikindustrie. Ihre antioxidativen, antibakteriellen, entzündungshemmenden und antiviralen Eigenschaften sind sowohl von medizinischem als auch aus Sicht der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie von Interesse. Insgesamt werden zurzeit 8 verschiedenen Storchschnabelarten, darunter zwei einheimische, und 8 Pelargoniumarten in der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie verwendet. [13] Betrachtet man allerdings die Anzahl der Arten aus der Familie der Storchschnabelgewächse, die in der Heilkunde ihrer Heimatländer verwendet werden und berücksichtigt zudem die ständig wachsende Fülle an Informationen über die pharmakologischen Wirkungen und Inhaltsstoffe der Arten dieser Familie, so scheint ihr Potential für die Entwicklung neuer und innovativer Produkte im Bereich Kosmetik und Körperpflege sowie Pflanzenheilkunde noch lange nicht ausgeschöpft zu sein.
Von den einheimischen Arten aus der Familie der Storchschnabelgewächse wird heutzutage keine mehr in der offiziellen Pflanzenheilkunde verwendet. In der Volksheilkunde spielten vor allem der Stinkende Storchschnabel oder das Ruprechtskraut (Geranium robertianum) und der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) zur Behandlung von Wunden, Geschwüren und Durchfällen eine bedeutende Rolle. In anderen europäischen und außereuropäischen Ländern waren und sind zusätzlich weitere, auch in Deutschland wachsende Arten, in der Traditionellen Medizin in Gebrauch. Belegt ist u.a. die Verwendung des Wiesen-Storchschnabels (Geranium pratense), des Glänzenden Storchschnabels (Geranium lucidum), des Blutroten Storchschnabels (G. sanguineum) und des Braunen Storchschnabels (Geranium phaeum).[14, 22, 23, 28] Auch die in Deutschland als Archäophyten geltenden (vor 1500 eingeschleppte, gebietsfremde Arten) Arten, wie der Schlitzblättrige Storchschnabel (Geranium dissectum), der Weiche Storchschnabel (Geranium molle) und der Zwerg-Storchschnabel (Geranium pusillum) spielen in ihren Heimatländern eine Rolle in der Traditionellen Medizin.[8, 11] Als Neophyten (Arten, die nach 1492 (Entdeckung Amerikas) eingewandert sind) werden der Sibirische Storchschnabel (Geranium sibiricum) und der Balkan- oder Felsen-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum), die bei uns als Gartenpflanzen Einzug gehalten haben, betrachtet. Die Extrakte beider Arten werden in der Kosmetikindustrie wegen ihrer hautpflegenden Eigenschaften geschätzt.[13] Als Neophyt gilt auch der aus dem Mittelmeerraum stammenden Purpur-Storchschnabel (Geranium purpureum), der sich in zunehmend in Mitteleuropa im Gleisschotter entlang der Bahntrassen ausbreitet. Auch er zeichnet sich durch antioxidative und antibakterielle Eigenschaften aus.[6]
In der Volksheilkunde spielte der Stinkende Storchschnabel aufgrund seiner hohen Gerbstoffgehalte eine wichtige Rolle als Wundheilmittel, sowie bei der Behandlung von Durchfallerkrankungen und bei der Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie Hautausschlägen.[9, 12, 14, 23, 26] Heute ist er aufgrund seiner zusammenziehenden (adstringierenden) und kräftigenden Eigenschaften ein Rohstofflieferant für die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie.[13] Foto: M. Neitzke
Der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) wirkt aufgrund seiner hohen Gehalte an Gerbstoffen und ätherischen Ölen ähnlich wie der Stinkende Storchschnabel (Geranium robertianum). Seine Einsatzgebiete in der Traditionellen Medizin bei Durchfall, Blutungen, äußerlich bei Hautentzündungen und schlecht heilenden Wunden ähneln daher denen des Stinkenden Storchschnabels. Neuerdings konnte in Laborversuchen für Kraut- und Wurzelextrakte antimikrobielle und antivirale Effekte nachgewiesen werden.[2,14,23, 26, 28] Foto: M. Neitzke
Der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense) wurde in der Traditionellen Medizin in Europa, China und Japan bei Ruhrerkrankungen eingesetzt.[22] Foto: M. Neitzke
Der Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre) wird aufgrund seiner zusammenziehenden (adstringierenden) und schmerzstillenden Eigenschaften in der Volksheilkunde zur Förderung der Wundheilung eingesetzt.[14, 16] Foto: M. Neitzke

Der bei uns als Archäophyt geltende Zwerg-Storchschnabel (Geranium pusillum mit Narzissen-Schwebfliege (Merodon equestris) (links) wird in Indien zur Behandlung von Wunden sowie als schmerzstillendes und zusammenziehendes (adstringierendes) Mittel verwendet. Verantwortlich hierfür sind die hohen Polyphenolgehalte. Diese zeichnen auch für seine antibakteriellen, antioxidativen und zytotoxischen Aktivitäten verantwortlich. [1, 2, 14, 20] Der Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium pyrenaicum mit Rotklee Bläuling) (rechts) weist antioxidative, antimikrobielle, antivirale, zytotoxische sowie enzymhemmende Eigenschaften auf.[1, 2, 14, 23, 29] Fotos: M. Neitzke

Der Purpur-Storchschnabel (Geranium purpureum) breitet sich im Gleisschotter entlang der Bahntrassen in Deutschland aus. Diese Art ähnelt sehr stark dem bei uns heimischen Stinkenden Storchschnabel (Geranium robertianum), unterscheidet sich aber von diesem durch die gelben Staubbeutel. Fotos: M. Neitzke
Gattung Pelargonium
Im Gegensatz zu den radiären Blüten der Gattungen Geranium und Erodium sind die Blüten der ebenfalls zu der Familie der Geraniaceae gehörenden Gattung Pelargonium zweiseitig symmetrisch (zygomorph). Aus dem Extrakt des Wurzelstockes der in Südafrika beheimateten Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides) wird ein Arzneimittel hergestellt, das bei akuten und chronischen Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches wirksam ist.[25]

Die Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides) ist eine krautige bis zu 50 cm hoch werdende Staude, mit herzförmigen, drüsig behaarten, silbrigen Blättern und violett- tief dunkelroten, zygomorphen Blüten. Foto: M. Neitzke

3-14 lang gestielte Blüten sind in einer auffälligen Pseudodolde angeordnet. Foto: M: Neitzke
Die Storchschnabelgewächse werden von Insekten bestäubt. Sie sorgen dadurch für Fremdbestäubung und die Aufrechterhaltung der genetischen und chemischen Diversität der Arten.

Literatur
- Agnihotri, P., Sengh, H., Husain, D. and V. Dixit, V. (2014): Notes on the ethnobotanically important genus Geranium Linnaeus (Geraniaceae) in India. Pleione, 8: 396-407.
- Alshehri, B. (2024): The Geranium genus: A comparative study on ethnomedicinal uses, phytochemical compounds, and pharmacological importance. Saudi Journal of Biological Sciences. https://doi.org/10.1016/j.jsjbs.2024.1039-40
- Bayton, R. & S. Maughan (2018): Pflanzenfamilien. Haupt, Bern, 224 S.
- Danert, S., Hammer, K., Hanelt, P., Kruse, J., Helm, J., Lehmann, O. & J. Schultze-Motel (1993): Urania-Pflanzenreich – Blütenpflanzen 1., Urania- Verlag, Leipzig, Jena, Berlin, 590 S.
- Düll, R. & Kutzelnigg, H. (1994): Botanisch-ökologisches Exkursionstaschenbuch. Quelle & Meyer, Wiesbaden.
- Erturk, O. (2010): Antibacterial and antifungal effects of Geranium puprureum ViII (Geraniaceae) extracts. Fresenius Environmental Bulletin, 19: 3112-3117.
- Fragniére, Y., Ruch, N., Kozlowski, E. & G. Kozlowski (2018): Botanische Grundkenntnisse auf einen Blick. Haupt Verlag, Bern, 319 S.
- Graҫa, V. C., Barrros, L., Calhelha, R. C., Dias, M. I., Carvalho, A. M., Santos-Buelga, C. & P. F. Santos (2016a): Chemical characterization and bioactive properties of Geranium molle L.: from the plants to the most active extract and ist phytochemicals. Food Funct., 7: 2204-2212.
- Graҫa, V. C., Barrros, L., Calhelha, R. C., Dias, M. I., Carvalho, A. M., Santos-Buelga, C., Santos, P. F. & I. C. F. R. Ferreira (2016b): ): Chemical characterization and bioactive properties of aqueous and organic extracts Geranium robertianum L. Food Funct., 7: 3807-3814
- Graf, J. (1975): Tafelwerk zur Pflanzensystematik. J.F. Lehmanns Verlag, München. 161 S.
- Haeupler, H. & Muer, Th. (2000): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.
- Hiller, K. & M. F. Melzig (2005): Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Area verlag gmbh, Erftstadt, 898 S.
- https://www.haut.de
- Ilić, M., Samardžić, J., Kotur-Stevieljević, D., Ušjak, M., Milenković, M., Kovačevič, M. and S. M. Drobac (2021): Polyphenol rich extracts of Geranium L. species as potential natural antioxidant and antimicrobial agents. Eur. Rev. Med. Pharmacol. Sci., 25: 6283-6294.
- Jäger, E.J. (Hrsg.) (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. 20. Aufl., Springer Spektrum, Berlin Heidelberg.
- Khavrona, M., Benzel, I., Fedin, R. & O. Pinyazhko (2018): Application of extract of Geranium palustre herb as a dental film in the treatment of oral mucosa diseases. International Journal of Pharmaceutical Science and Research (IJPSR), 9: 4849-4853.
- Kielhorn, F.-W. (2010): Christian Konrad Sprengel (1750-1816) Scheitern und später Ruhm eines genialen Botanikers. Verh. Bot. Ver. Berlin Brandenburg 143: 153-212, Berlin 2010.
- Kugler, H. (1970): Blütenökologie, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 345 S.
- Lindman, C.A. M. (1901-1905): Bilder ur Nordens Flora.
- Mehmood, F., Hassan, F., Sarfraz, R., Khadim, Z., Alamer, K. H., Attia, H., Saleh, M. A., Al- Robai, S. A., Uz Zaman, Q. & Z. Iftikhar (2024): Phytochemical screening, antibacterial, antioxidant, and cytostatic activities of Geranium pusillum leaves. Microscopy Research & Technique, 87: 2171-2185.
- Müller, H. (1873): Die Befruchtung der Blumen durch Insekten. Leipzig.
- Myagmar, B. E. & Y. Aniya (2000): Free radical scavenging action of medicinal herbs from Mongolia. Phytomedicine, 7: 221-229.
- Nikolova, M., Tsvetkova, R. & S. Ivancheva (2010): Evaluation of antioxidant activity in Geraniaceae species. Botan. Serbica, 34: 123-125.
- Novais, M. H., Santos, I. Mendes, S. & C. Pinto-Gomes (2004): Studies on pharmaceutical ethnobotany in Arrábida natural park (Portugal). J. Ethnopharmacol., 93: 193-195.
- Reina, B. D., Malheiros, S. S., Vieira, S. M., P. F. de Andrade & L. N. Dovigo (2024): Unlocking the therapeutic potential of Pelargonium sidoides natural extract. A scoping review. Heliyon, 10 (2024) e40554.
- Schönfelder, I. & P. Schönfelder (2010): Der Kosmos Heilpflanzenführer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Stuttgart, 446 S.
- Senghas, K. & Seybold, S. (2003): Schmeil – Fitschen - Flora von Deutschland. 92. Aufl., Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim.
- Sokmen, M., Angelova, M., Krumova, E., Pashova, S., Ivancheva, S., Sokmen, A. & J. Serkedjieva, I. (2005): In vitro antioxidant activity o f polyphenol extracts with antiviral properties from Geranium sanguineum L. Life Sci., 76: 2981-2993.
- Ṥwiątek, Ł. Sieniawska, E., Sinan, K. I., Maciejeska-Turska, M., Boguszewska, A., Polz-Dacewicz, M., Senkrades, I, Guler, G. O., Sadier, N. B., Mohomoodally, M. F. & G. Zenkin (2021): LC-ESI-QTOF-MS/MS analysis, cytotoxic, antiviral, antioxidant and enzyme inhibitory properties of four extracts of Geranium pyrenaicum Burm. F.: A good gift from the natural treasure. Int. J. Mol. Sci. 2021, 22, 762, https://doi.org/10.3390/ijms22147621
- Westrich, P. (2018): Die Wildbienen Deutschlands. Eugen Ulmer, Stuttgart, 821 S.
