Die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) – Stammart der „Osterglocke“

  • Bedeutung der Gelben Narzisse für Biodiversität und menschliches Wohlbefinden
  • Die Bedeutung der Gelben Narzisse in der Kosmetik und Körperpflege
  • Die Bedeutung der Gelben Narzisse in der Heilkunde
  • Botanischer Exkurs – wenn eine Krone nicht genug ist 

Die Bedeutung der Gelben Narzisse für Biodiversität und menschliches Wohlbefinden


Die Gelbe Narzisse (Narzissus pseudonarcissus L.) gehört zu den bekanntesten Pflanzen in Mitteleuropa. Der Hauptgrund für den hohen Bekanntheitsgrad ist die Tatsache, dass die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.), neben anderen Arten dieser Gattung, schon früh eine hohe gärtnerische Bedeutung als Frühjahrsblüher erlangte. Die Wildform der Gelben Narzisse diente als Ausgangsart für die Züchtung vieler moderner Narzissenarten. Die Gelbe Narzisse wurde nachweislich bereits um 1500 n. Chr. kultiviert.[7] Heute sind mehr als 27.000 von ihr abstammende Kultursorten und Hybride bekannt.[23] So wurde sie insbesondere auch zur Stammart der klassischen gelben „Osterglocke“ (Narcissus pseudonarcissus cv. Carlton), die heute im Frühjahr aus keinem Garten oder Park mehr wegzudenken ist. Während die Zahl der Neuzüchtungen geradezu explodiert, geraten die Wildbestände sowohl in Mitteleuropa als auch im Mittelmeerraum immer mehr unter Druck. Die einzige in Deutschland heimische Art der Gattung „Narzisse“, die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) gilt aufgrund der Zerstörung ihrer Standorte als gefährdet und ihre Bestandsentwicklung in der Zukunft wird als eher rückläufig eingestuft.[20] Ihr Vorkommen ist auf nur einige wenige Gebiete in Deutschland beschränkt. Wilde Vorkommen sind vor allem aus dem Südwesten von Deutschland bekannt. Man findet sie hier in den Bachtälern der Eifel und des Hunsrücks. Berühmt sind die Vorkommen im Perlenbachtal in der Nordeifel im deutsch-belgischen Grenzgebiet.


In Deutschland findet sich ein großes Vorkommen der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) im Perlenbachtal im deutsch-belgischen Grenzgebiet in der Nordeifel. Foto: M. Neitzke

Der Gattungsname „Narcissus“ leitet sich von dem griechischen „narkáein“ ab, was übersetzt „gelähmt werden“ oder „betäuben“ bedeutet. Er nimmt Bezug auf den betäubenden Geruch vieler Arten dieser Gattung. Besonders bekannt für ihren süßen, betörenden Duft ist die ursprünglich im Mittelmeergebiet beheimatete Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus). Ein anonymer Dichter beschreibt in den homerischen Hymnen an Demeter (entstanden wahrscheinlich im späten 7. oder 6. frühen Jahrh. v. Chr.) die Narzisse und ihren Duft folgendermaßen: „Sie war für alle, unsterbliche Götter und sterbliche Menschen, ein wundervoller Anblick, aus ihrer Wurzel wuchsen einhundert Köpfchen, die einen so süßen Duft verströmten, daß der ganze weite Himmel droben und die ganze Erde lachten und die salzige Flut des Meeres.“ Gaia, die Göttin der Erde, soll die wunderschöne und lieblich duftende Narzisse auf Geheiß von Zeus hervorgebracht haben. Allerdings geschah dies nicht in erster Linie, um die Menschen zu erfreuen, sondern um eine zentrale Rolle in einem perfiden Plan der Götter zu spielen. In der Sage um die Entführung der Persephone durch Hades den Gott der Unterwelt dient die Narcisse dazu, Persephone zu ködern. Hades, Bruder des Zeus, verliebte sich in Persephone, die Tocher von Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit und des Zeus. Da nicht zu erwarten war, dass Demeter einer Verbindung ihrer Tocher mit Hades zustimmen würde, wurde von den Göttern ihre Entführung geplant. Um Persephone in die Falle zu locken, ließ Gaia, die Göttin der Erde, die herrliche und wohlriechende Narzisse auf einer Wiese wachsen, auf der Persephone und ihre Freundinnen in der Regel spielten. Als Persephone mit ihren Freundinnen eines Tages auf dieser Wiese Blumen pflückte, war sie von der Narzisse so bezaubert, dass sie pflücken wollte. Doch als sie sich bückte, um die Blume zu ergreifen, öffnete sich die Erde und der Gott Hades brach hervor, um sie zu entführen.[3] 

Auch heute noch übt der Duft der Dichter-Narzisse eine Faszination auf die Menschen aus. In der Parfumherstellung gehört der aus den Blüten der Dichter-Narziss gewonnene Extrakt zu den teuersten natürlichen Rohstoffen. Da die Vorkommen an ihren natürlichen Standorten stark gefährdet sind, wird die Dichter-Narzisse für die Parfumherstellung inzwischen kommerziell angebaut.


In einer anderen griechischen Sage wird die Entstehung der Narzisse mit dem tragischen Tod des wunderschönen Jünglings Narcissos in Verbindung gebracht. Narcissos war der Sohn der Nymphe Liriope und des Flussgottes Kephisos. Narcissos war so schön, dass er jeden der ihm begegnete verzauberte. Da er jedoch die ihm von seinen Verehrerinnen und Verehrern entgegengebrachte Liebe nicht erwiderte und diese zurückwies, zog er sich ihren Zorn zu. Seine berühmteste Verehrerin war der Sage nach, die Bergnymphe Echo. Diese war von Hera mit dem Verlust der Sprache bestraft worden, da sie ihrem Gatten Jupiter bei der Durchführung seiner Seitensprünge half, indem sie Hera durch Verwicklung in lange Gespräche von dem Tun ihres Gatten ablenkte. Sie konnte nur noch die letzten Worte der Sätze nachsprechen, die andere zuvor gesagt hatten, so dass sie nicht in der Lage war, Narcissos ihre Liebe zu gestehen. Als Narcissos sie zurückwies, grämte sie sich so sehr über die unerwiderte Liebe, dass sie sich vor lauter Kummer in eine Höhle zurückzog, nicht mehr aß und infolgedessen dahinsiechte. Ihre Knochen wurden zu Fels. Nur ihre Stimme bleib von ihr übrig. Das bekannte Phänomen des Echos ist nach ihr benannt. Der Tod der Echo und ihre Anrufung durch weitere von Narcissos abgewiesene Verehrer und Verehrerinnen veranlasste schließlich die Rachegöttin Nemesis zum Eingreifen. Sie bestrafte Narcissos mit dem Fluch der hoffnungslosen Eigenliebe. Als Narcissos eines Tages in einer Quelle sein eigenes Spiegelbild erblickte, entbrannte er in heißer, alles verzehrender Liebe zu seinem eigenen Spiegelbild. Vergeblich versucht er sein eigenes Spiegelbild im Wasser zu greifen und zu fassen. Alle seine Versuche waren jedoch zum Scheitern verurteilt und Narcissos starb an seiner unerfüllten Liebe. Sein Körper soll sich in eine Blume verwandelt haben, deren Namen sie heute trägt. Anstelle eines Leichnams, wurde nämlich an dem Ort seines Todes, eine Blume, „in der Mitte gelb und mit weißen Blumenblättern“ gefunden.[3] Bei der beschriebenen Blume handelt es sich höchst wahrscheinlich um die Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus), die im gesamten Mittelmeergebiet verbreitet ist.


Der Artname „pseudonarcissus“ (unechte Narzisse) besagt, dass früher nur die Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus) als echte Narzisse galt.


Narcissos ruht gemeinsam mit einer Nymphe an einer Quelle (links). An dem Ort seines Todes fand sich anstelle eines Leichnams eine Blume, „in der Mitte gelb und mit weißen Blumenblättern“. Bei der beschriebenen Blume dürfte es sich um die Dichternarzisse (Narcissus poeticus) (rechts) gehandelt haben. (Fotos: M. Neitzke)

Das Interesse an der Gattung „Narcissus“ geht heute aber weit über die gärtnerische Begeisterung hinaus. Längst sind ihre biologisch aktiven Inhaltsstoffe in den Fokus der Arzneimittelhersteller und der Kosmetikindustrie geraten. Die Gelbe Narzisse demonstriert sehr eindrucksvoll die Bedeutung von Pflanzen als „grüne Fabriken“ für die Bildung hoch wirkungsvoller Substanzen. Die Gattung Narcissus ist wie die gesamte Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) bekannt für die Bildung biologisch wichtiger Alkaloide. Unter ihnen hat vor allem das Galanthamin besondere Bedeutung erlangt. Aufgrund seiner Fähigkeit das Enzym Acetylcholinesterase zu hemmen hat es dazu zur Entwicklung von Medikamenten beigetragen, die bei der Behandlung der Alzheimererkrankung im frühen bis mittleren Stadium eingesetzt werden können. Möglicherweise können andere in der Gelben Narzisse enthaltene Alkaloide als Leitstruktur für die Entwicklung weiterer Medikamente dienen. Für viele konnte eine starke antitumorale, antivirale, antileukämische, schmerzstillende oder immunmodulatorische Wirkungen gezeigt werden.[2, 4, 5, 6, 8, 11, 14, 23, 25, 29]


Ihr einzigartiger Gehalt an bioaktiven Inhaltsstoffen macht die Gelbe Narzisse aber auch zu einer wertvollen Quelle für wirksame Inhaltsstoffe in der Entwicklung von Produkten für eine natürliche Hautpflege und Kosmetik. Aufgrund ihrer beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften sind sie für empfindliche ebenso wie für reife Haut geeignet. Extrakte der Gelben Narzisse sind in zahlreichen Produkten für die Haut- und Haarpflege, wie beispielsweise Feuchtigkeitscremes, Seren, Masken, Gesichtslotionen und Gesichtswässern enthalten. 

Die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) wird durch Insekten bestäubt, die so für eine ständige Durchmischung des Erbgutes und die Aufrechterhaltung der chemischen Diversität sorgen. Foto: M. Neitzke

Die Bildung von für Mensch und Tiere giftigen Alkaloiden als Verteidigungsstrategie gegenüber Fressfeinden und Krankheitsbefall ist sehr wirkungsvoll. Aus der Insektenwelt sind allerdings einige Beispiele bekannt, die auch diese Abwehrmaßnahme überwinden können. Hierzu gehört die Narzissenschwebfliege (Merodon equestris), deren Larven sich in den Zwiebeln von verschiedener Amaryllisgewächse, vor allem aber von Narzissen, entwickeln.[1]   


Die Larven der Narzissenschwebfliege (Merodon equestris) entwickeln sich in den Zwiebeln vieler Amaryllisgewächse, vor allem aber von Narzissen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich dagegen von Nektar und Pollen, wie beispielsweise dem Blutroten Storchschnabel (Geranium sanguineum) (rechts). Fotos: M. Neitzke

Die Bedeutung der Gelben Narzisse in der Kosmetik und Körperpflege


Die Verwendung von Narzissen in der Kosmetik hat eine lange Tradition. Erste schriftliche Quellen über die Verwendung von Narzissen in der Schönheitspflege sind uns von den Römern überliefert. So empfiehlt der römische Dichter Ovid (43 v. Chr. – 18 n. Chr.) in seinem pharmakologisch-kosmetischen Lehrgedicht „Medicamina faciei femineae“, das uns in Fragmenten erhalten ist, eine Gesichtsmaske für die Schönheit, die neben anderen Zutaten auch Narzissenzwiebeln enthielt.[30] Nach der Anwendung, die allerdings häufiger wiederholt werden musste, sollte das Gesicht stärker strahlen als der Spiegel, in dem sich die Benutzerin betrachtete. Um welche Narzissenart es sich gehandelt hat, können wir nur vermuten. Seit der Antike wird die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) verwendet um Hautprobleme zu behandeln, darunter auch solche, die vor allem kosmetischer Natur war, wie die Anwendung bei Sommersprossen und Warzen.[4, 5, 6]


Von der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) werden heute in der Kosmetik- und Körperpflegeherstellung sowohl Auszüge aus den Blüten als auch aus den Zwiebeln verwendet.[18, 19, 21, 22] Extrakte der Gelben Narzisse sind in zahlreichen Produkten für die Haut- und Haarpflege, wie beispielsweise Feuchtigkeitscremes, Seren, Masken, Gesichtslotionen und  Gesichtswässern enthalten. Aufgrund ihrer beruhigenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften sind sie für empfindliche ebenso wie für reife Haut geeignet. Ihr einzigartiger Gehalt an bioaktiven Inhaltsstoffen machen die Gelbe Narzisse zu einer wertvollen Quelle für wirksame Inhaltsstoffe in der Entwicklung von Produkten für eine natürliche Hautpflege und Kosmetik.


Auszüge aus den Blüten wirken antioxidativ, feuchtigkeitsspendend und hautpflegend. Sie helfen die Hautbarriere zu stärken, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut und die Talgproduktion zu regulieren.[21, 22]


Auszüge aus der Zwiebel weisen zusätzlich zu den hautpflegenden, zusammenziehenden (adstringierenden) und antioxidativen Eigenschaften auch noch die Fähigkeit auf, die Wundheilung zu fördern und das Wachstum von Bakterien zu hemmen. Extrakte aus der Zwiebel können die Pflege brüchiger, weicher oder trockener Nägel unterstützen, indem sie dazu beitragen diese zu stärken und zu nähren. Auch in der Haarpflege haben sich Extrakte aus der Zwiebel der Gelben Narzisse bewährt. Sie können helfen, die Haarstruktur und die Frisierbarkeit der Haare zu verbessern. Durch die Zufuhr von Feuchtigkeit und Nährstoffen können sie einen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit der Haare leisten. Extrakte aus den Zwiebeln der Gelben Narzisse sind daher wertvolle Inhaltsstoffen in Haarpflegprodukten, wie Shampoos, Masken und Haarspülungen.[22] 

Neben der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) werden in der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie die im Mittelmeerraum beheimatete Weiße oder Dichter- Narzisse (Narcissus poeticus), die Jonquille (Narcissus jonquilla), die Engelstränen-Narzisse (Narcissus triandrus) und die Strauß-Narzisse (Narcissus tazetta) verwendet.


Die Weiße Narzisse oder Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus) zeichnet sich durch eine bis zu 30 mm lange Blütenkronröhre aus. In auffälligem Kontrast zu den weißen Blütenhüllblättern, steht die nur wenige mm hohe, becherförmige, gewellte, gelbe Nebenkrone mit ihrem roten Saum. Die weißen Blütenhüllblätter erscheinen den Bienen allerdings blaugrün.[26] Die gelbe Nebenkrone mit dem durch Karotine rot gefärbten Saum dient nicht nur als Farbflecksaftmal, sondern weist auch einen andersartigen intensiveren Duft aus als die übrige Blütenteile.[9, 26] Das Saftmal wirkt also zugleich als „Duftmal“.[26] Bestäubt wird die Dichter-Narzisse vor allem von Schmetterlingen (Falterblume).[9] Fotos: M. Neitzke


Die Jonquille (Narcissus jonquilla) war ursprünglich auf der Spanischen Halbinsel verbreitet. Sie wird in der Kosmetikindustrie u.a. wegen ihrer parfümierenden Eigenschaften geschätzt.[18] Fotos: M. Neitzke

Die Bedeutung der Gelben Narzisse in der Heilkunde


In der Volksheilkunde vieler europäischer Länder hat die Anwendung der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) eine lange Tradition. Ein breites Spektrum von Gesundheitsproblemen, wie Infektionen durch Bakterien, Pilze, Viren und Plasmodien (Malariaerkrankungen) wurden mit Auszügen der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) therapiert.[4, 5, 6, 10] Aber auch Erkrankungen der Atemwege, des Bewegungsapparates, wie beispielsweise steife Gelenke und des Nervensystems gehörten zu den Heilanzeigen der Gelben Narzisse. So wurden sowohl neurodegenerative Erkrankungen als auch Schmerzzustände mit ihr behandelt. Darüber hinaus wurde die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) auch bei Erkrankungen, die wir aufgrund ihrer Beschreibungen heute als Krebserkrankungen diagnostizieren würden, angewendet.[4, 5, 6] Erste schriftliche Belege über die äußerliche Anwendung der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) und der Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus) zur Behandlung von Tumorerkrankungen stammen von dem römischen Gelehrten und Naturforscher Gaius Plinus Secundus, auch bekannt als Plinus der Ältere (23-79 n. Chr.). Belege für die Verwendung der Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus) reichen sogar noch weiter zurück. So empfahl der als „Vater der Medizin“ geltende Hippokrates von Kos (ca. 460-370 v. Chr.), mit Öl aus der Narzisse getränkte Pessare zur Behandlung von Gebärmuttertumoren [4,11, 25, 29] Seine Nachfolger, die berühmten griechischen Ärzte Pedanios Dioskurodes (ca. 40 – 90 n. Chr.) und Soranus von Ephesus (98-138 v. Chr.) setzten diese Form der Therapie ebenfalls ein. Die Anwendung von Narzissen-Öl in der Behandlung von Krebs wurde im Mittelalter in China, Nordafrika, Zentralamerika und in der Arabischen Medizin fortgeführt.[25]


Versuche, in denen eine Hemmung des Wachstums verschiedener Krebszelllinien (Darm- und Brustkrebs) durch Extrakte der Zwiebeln der Gelben Narzisse sowie einzelner in ihnen enthaltenen Alkaloide gezeigt werden konnte, lassen diese Heilanwendung berechtigt erscheinen.[6, 11] Sehr verbreitet und beliebt war auch ihr Einsatz bei der Behandlung von Wunden, Verbrennungen, Blutergüsse, Hautabszessen, Warzen und sogar Sommersprossen.  Dazu wurde eine Salbe mit dem Namen „Narcissimum“ aufgetragen, die aus mit Honig vermengten zerstoßenen Zwiebeln hergestellt wurde. Das Öl der Zwiebeln wurde gegen Haarausfall (Alopecia) eingesetzt. [5, 6] Die Plausibilität dieser Anwendungen konnte in Versuchen, in denen Extrakte der Zwiebeln der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) eine Beschleunigung des Wundverschlusses bewirkten, gezeigt werden.[5] Die Anwendung als Brechmittel ist heute nicht mehr üblich.[16, 28]

Auch die sowohl für die Zwiebeln als auch für die oberirdischen Pflanzenteile nachgewiesenen antioxidativen und antimikrobielle Aktivitäten, sowie deren einzigartiger Gehalt an biologisch aktiven Inhaltsstoffen lassen viele traditionelle Heilanwendungen als stimmig erscheinen und eröffnen Perspektiven für die Entwicklung neuer Medikamente.[2, 4, 6, 14]


Die Gattung Narcissus ist bekannt für die Bildung biologisch wichtiger Alkaloide. [4, 5, 6, 8] Die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) hat nämlich bei ihrer Verteidigungsstrategie gegenüber Fressfeinden und Parasiten auf die Produktion von Alkaloiden (spezifische Klasse stickstoffhaltiger Verbindungen) gesetzt und haben einen eigenen Alkaloidstoffwechsel entwickelt. Bisher sind über 300 verschiedene Alkaloide für diese Familie beschrieben worden. Die Alkaloide sind giftig für Tiere und Menschen. Vergiftungen mit Zwiebeln der Gelben Narzisse führen beim Menschen zu Durchfällen und Erbrechen.[28]


Unter den aus den Zwiebeln der Gelben Narzisse isolierten Alkaloiden hat insbesondere der Gehalt an Galanthamin, aufgrund seiner Fähigkeit die Aktivität des Enzyms Acetylcholinesterase im Gehirn zu hemmen, besondere Aufmerksamkeit erregt. Medikamente mit sog. Acetylcholinesterasehemmern“ spielen bei der Behandlung früher bis mittlerer Stadien einer Alzheimererkrankung eine wichtige Rolle.[8] Das Alkaloid Galanthamin wurde zuerst in Schneeglöckchen entdeckt und aus ihnen isoliert.[17] Das Enzym Acetylcholinesterase spaltet den wichtigen Botenstoff Acetylcholin im Gehirn in seine Bausteine Essigsäure und Cholin. Acetylcholin spielt als Botenstoff, der die Signale zwischen den Nervenzellen übermittelt eine wesentliche Rolle bei der Steuerung wichtiger Körperfunktionen, wie dem Herzschlag, der Atmung oder dem Gedächtnis. Bei der Alzheimer-Krankheit entsteht ein Mangel an Acetylcholin. Dieser kann durch Medikamente ausgeglichen werden, die das Enzym, das den Botenstoff Acetylcholin spaltet, die sog., Acetylcholinesterase, hemmen. Die Konzentration an Acetylcholin im Gehirn wird dadurch erhöht. Symptome einer leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz-Erkrankung können so gelindert werden. Da Galanthamin auch in Kulturformen der Gelben Narzisse z.B. Narcissu pseudonarcissus cv. Carlton in hohen Mengen enthalten ist, kann für seine Gewinnung auf diese zurückgegriffen werden. [8] Auch eine chemische Synthese des Galanthamins ist heute möglich. Andere in der Gelben Narzisse vorkommende Alkaloide darunter das erstmals 1897 entdeckte Lycorin, haben antivirale, antileukämische, schmerzstillende oder immunmodulatorische Wirkungen.[8] Eine Antitumor-Wirkung konnte ebenfalls für zahlreiche in den Zwiebeln der Gelben Narzisse vorkommenden Alkaloide, u.a. für das Lycorin, Haemanthamin und Narciclasin nachgewiesen werden. Sie hemmen die Zellteilung von Krebszellen und fördern den programmierten Zelltod.[8]

Allerdings sind die verschiedenen Alkaloide nicht die einzigen wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe. So sind die Oberirdischen Teile und die Zwiebeln der Pflanzen reich an Polyphenolen. Die häufigsten sind die Phenolcarbonsäuren Chlorogensäure, Ferulasäure und p-Cumarsäure, die für ihre starken antioxidativen Eigenschaften bekannt sind. Das gleiche gilt auch für die nachgewiesenen Flavonoide (Hyperosid, Isoquercitrin, Rutin, Quercitrin, Kaempferol). Die Polyphenole sind für die antioxidativen, antiviralen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungen von Auszügen der Gelben Narzisse verantwortlich. Die antibakterielle Wirkung erstreckt sich auch auf antibiotikaresistente Keime. Eine Beteiligung an der Hemmung des Wachstums von Krebszellen wird ihnen ebenfalls zugesprochen.[2, 6] Darüber hinaus konnten in Zwiebeln langkettige Alkylamine, Alkylbenzole, langkettige Kohlenwasserstoffe, Fettsäurederivate und Phenylpropanoide nachgewiesen werden.[6]


In der Homöopathie werden Zubereitungen der frischen, blühenden Pflanze (HAB 34) heute noch gelegentlich bei Brechdurchfall und Entzündungen der Atemwege angewendet.[16, 28]

Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) – wenn eine Krone nicht genug ist


Die Narzissen (Narcissus spec.) gehören zusammen mit den Schneeglöckchen (Galanthus spec.) und dem Märzenbecher bzw. der Knotenblume (Leucojum spec.) zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) und somit zur Gruppe der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen).[17] Alle Arten der Gattung „Narcissus“ sind Kräuter, die mit einer Zwiebel die ungünstige Vegetationszeit überdauern. Es handelt sich also um den Lebensformtyp „Geophyt“. Die linealischen, fleischigen, 7-15 mm breiten Blätter bilden eine grundständige Rosette. Die Blüten sitzen einzeln einem kräftigen blattlosen Blüten Schaft auf.[27] Eine trockenhäutige Hochblattscheide dient als Knospenschutz und bleibt auch bis weit nach der Öffnung der Blüten erhalten. Sie umhüllt dann den Fruchtknoten und den oberen Teil des Blütenstängels.[9] Die Wuchshöhe der Pflanze schwankt zwischen 15 und 40 cm. [24]


Die Narzissen, wie die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) (links) überdauern die ungünstige Jahreszeit mit Hilfe von Zwiebeln (rechts). Fotos: M. Neitzke


Die linealischen, fleischigen Blätter der Narzissen bilden eine grundständige Rosette. Die Blüten sitzen einzeln einem kräftigen blattlosen Blüten Schaft auf. Foto: M. Neitzke


Die Blüten der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus cv. Carlton) entspringen einzeln aus einer häutigen Hochblattscheide, die als Knospenschutz dient.[9] Eine kleine Sandbiene (Andrena spec.) hat sich auf der Unterseite eines Blütenhüllblattes der Gelben Narzisse für ein Sonnenbad niedergelassen. Die Verwachsung der Blütenhüllblätter zu einer Röhre im unteren Teil ist deutlich zu erkennen. Foto: M. Neitzke

Eine auffällige Besonderheit der Blüten der verschiedenen Arten aus der Gattung der Narzissen ist die Ausbildung einer unübersehbaren Nebenkrone. Diese Nebenkrone variiert in Größe, Form und Farbe zwischen den einzelnen Arten. Die Attraktivität der Nebenkrone zu steigern, ist der züchterische Ehrgeiz vieler Gärtner und hat im Laufe der Zeit zu einer Vielzahl von Zierformen geführt. Was hat es nun mit dieser Nebenkrone auf sich? Die Blüte der Narzissen besteht aus 6 Blütenblättern, die an ihrem Grunde zu einer mehr oder weniger langen Röhre verwachsen sind. Bei der Gelben Narzisse ist der untere röhrenförmige Teil der Blüte bis zu 1,5 cm lang. Die freien Teile der Blütenblätter sind flach ausgebreitet und bilden einen sechszipfligen Saum. Die Blütenkrone kann bei der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) einen Durchmesser von, 5 - 10 cm erreichen. An der Übergangsstelle zwischen Röhre und Saum, dem sog. Kronschlund bilden die Blütenhüllblätter schüssel-, becher- oder trompetenförmige Auswüchse.[24] Dadurch entsteht in der Blüte zusätzlich zu der eigentlichen Blütenkrone ein weiteres kronenartiges Gebilde, die sog. Nebenkrone. Die Ausbildung einer Nebenkrone verstärkt die optische Wirkung der Blütenhülle erheblich. Bei der Gelben Narzisse ist die lange, am Rand gekräuselte, trompetenförmige Nebenkrone in etwa so lang wie die Zipfel der Blütenhülle. Durch ihre dottergelbe Farbe unterscheidet sie sich auch farblich von den hellgelben Blütenhüllblättern. Die Ausbildung der Nebenkrone führt aber nicht nur zu einer optischen Steigerung des Aufmerksamkeitswertes. Sie hilft auch, die Insekten mittels Dufts anzulocken. Bei den meisten Narzissen Arten sind die Nebenkronen nämlich die Hauptorte der Duftproduktion. Vielfach scheiden die Nebenkronen über ihre gesamte Blütenblattoberfläche Duftstoffe aus. Es handelt sich also nicht um einzelne Duftdrüsen, sondern um ganze Duftfelder. Duftdrüsen und Duftfelder werden als Osmophoren (griech. Duftträger) bezeichnet.[15] Diese Duftfelder lassen sich relativ leicht sichtbar machen, indem man lebende Blüten in eine verdünnte wässrige Lösung einlegt, die einen bestimmten roten Farbstoff, das sog. Neutralrot enthält.[15] Bei dem Neutralrot handelt es sich um einen sog. Vitalfarbstoff. Darunter versteht man Farbstoffe, die in lebende Zellen aufgenommen werden können, ohne wesentlichen Schaden anzurichten. Da die Zellwände der Zellen in Duftfeldern, die die ätherischen Öle abgeben, ebenso wie die darüber liegende Cuticula (wachsartiger Überzug auf den Pflanzen) recht porös sind – sonst könnten ja die Duftstoffe nicht durch die Wände und die Cuticula nach außen abgegeben werden – kann das Neutralrot in die Zellen der Duftfelder eindringen und diese rot färben. Blütenbereiche die keine Duftstoffe absondern, nehmen Neutralrot nicht oder nur kaum auf.[15]


Bei der Gattung Narzisse (Narcissus spec.) bilden die Blütenhüllblätter innerhalb der eigentlichen Krone am Übergang zwischen Kronröhre und dem Kronsaum kronenblattartige Auswüchse. Bei der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus, hier Narcissus pseudonarcissus cv. Carlton (Osterglocke) ist die Nebenkrone becher- bzw. trompetenförmig ausgebildet. Fotos: M. Neitzke


Die Nebenkrone ist bei den einzelnen Narzissen Arten sehr unterschiedlich gefärbt und gestaltet. Bei der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) ist die Blütenhülle gelb gefärbt (links). Die trompetenförmige Nebenkrone hebt sich durch einen dunkleren Gelbton von der hellgelben Blütenhülle ab. Sie erscheint dadurch fast zweifarbig. Die Dichternarzisse (Narcissus poeticus) zeichnet sich durch 6 weiße Blütenhüllblätter aus (rechts). Während diese im unteren Teil zu einer Röhre verwachsen sind, sind die freien Teile der Blütenblätter flach ausgebreitet und bilden einen sechszipfligen 3-6 cm breiten Saum. In auffälligem Kontrast zu den weißen Blütenhüllblättern steht die kurze, schüsselförmige, gelbe, rot gesäumte Nebenkrone. Fotos: M. Neitzke


Mit Hilfe einer Färbung mit dem Vitalfarbstoff Neutralrot können Duftfelder auf den Nebenkronen der verschiedenen Arten der Gattung Narcissus sichtbar gemacht werden (links: Narcissus Tȇte à Tȇte, Außen- und Innenseite der Nebenkrone werden durch Neutralrot kräftig rot gefärbt, rechts: Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.), hier nimmt vor allem die Innenseite der Nebenkrone den Farbstoff auf). Fotos. M. Neitzke

Der unterständige Fruchtknoten besteht aus 3 verwachsenen Fruchtblättern.[12, 13, 24]


Der unterständige Fruchtknoten der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus cv. Carlton) besteht aus 3 Kammern bzw. Fächern, da er durch die Verwachsung von 3 Fruchtblättern entstanden ist. Jedes Fach enthält jeweils mehrere Samenanlagen. Fotos: M. Neitzke

Die sechs gleichlangen Staubblätter sind in 2 Kreise zu je dreien angeordnet und werden von dem Griffel überragt. Die Staubbeutel entlassen ihren Pollen nach innen, so daß sich die Insekten, die bis zu dem Nektar vordringen, unweigerlich mit dem Pollen einpudern. Der Nektar sammelt sich am Grund der Blütenkronröhre.[26] Um von einer Sitzposition auf dem Rand oder der Außenseite der Nebenkrone aus, an den Nektar gelangen zu können, müssen die Insekten über einen ausreichend langen Rüssel verfügen. Dies ist nur bei den Schmetterlingen der Fall. Zu den Schmetterlingen, die bei dem Besuch der Blüten der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) beobachtet werden können, gehört das Tagpfauenauge (Inachis io), das seinen 17 mm langen Rüssel tief in die Blütenkronröhre hinabsenken kann. Zu den Hauptbestäubern zählen aber die Hummelköniginngen. Sie haben als erwachsene Tiere den Winter überdauert und sind jetzt auf früh blühende Kräuter und Sträucher als Energiequelle angewiesen. Sie müssen allerdings weit in die Blütenkronröhre hineinkriechen, um an den Nektar zu gelangen („Einkriechblumen“).[9] 


Das Tagpfauenauge (Inachis io) hat den Winter als erwachsener Falter überdauert und benötigt nun Energie in Form von Nektar und Pollen, die ihm die Frühlingsblüher wie die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) liefern. Auf dem Rand der Nebenkrone sitzend, kann es seinen rund 17 mm langen Rüssel bis auf den Grund der Blüte senken. Fotos: M. Neitzke


Die aus der Winterstarre erwachte Königin der Steinhummel (Bombus lapidarius) versucht an den Nektar zu gelangen. Ihre ersten Versuche muten noch etwas ungeschickt an. Hummeln gehören aber zu den Hauptbestäubern der Gelben Narzisse (Hummelblume).[9] Fotos: M. Neitzke


Der Nektar der Blüten der Gelben Narzisse ist für die kleine Blumenfliege (Anthymyiidae) unerreichbar. Sie bedient sich an dem klebrigen Sekret auf der Narbe und an den dort bereits abgelagerten Pollen. Fotos: M. Neitzke


Beim Verlassen der Blüte wird ihr das klebrige Sekret auf der Narbe fast zum Verhängnis, da sie mit den Beinen an ihm festklebt. Durch energisches Strampeln gelingt es ihr jedoch, sich von der Narbe zu befreien. Anschließend stärkt sie sich mit dem auf dem Inneren der Nebenkrone verstreuten Pollen. Fotos: M. Neitzke

Die Fruchtreife findet von Mai bis Juni statt.[9] Die Frucht ist eine verkehrt eiförmige Kapsel mit kleinen, schwarzen, fast kugeligen Samen. Die Kapsel reißt längst der Rückennaht der Fruchtblätter (Karpelle) und nicht entlang der Scheidewände auf (fachspaltige (lokulizide) Kapsel). Die reifen Samen können nun zu Boden fallen. An der Ausbreitung der Samen beteiligen sich auch Ameisen. Die Samen der Narzissen besitzen nämlich ein fettreiches Anhängsel, das als Elaiosom (griech. „elaion“ = „Öl“, „soma“ = „Körper“) bezeichnet wird. Die Ameisen tragen die Samen in ihre Nester, fressen das Elaiosom und lagern dann die Samen außerhalb ihrer Nester. Da diese oft unbeschädigt sind, tragen die Ameisen so zur Verbreitung der Pflanzen bei. Das Elaiosom wird daher oft auch als „Ameisenbrot bezeichnet.[9] 


Die reifen Kapseln springen an drei Seiten auf und entlassen die kleinen schwarzen Samen. Fotos: M. Neitzke

Aufgrund einer lebhaften vegetativen Vermehrung durch Brutzwiebeln, stehen die Pflanzen der Gelben Narzisse oft in dichten Gruppen zusammen und können ausgedehnte Bestände bilden.


Ausgedehnter Bestand der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus L.) im Perlenbachtal. Foto: M. Neitzke

Literatur


  1. Bastian, O. (1986): Schwebfliegen. Neue Brehm-Bücherei, Band 576, Ziemsen, Wittenberg. 168 S.
  2. Benedec, D., Onga, I., Hanganu, D., Gheldiu, A. M., Puşcą, C., Silaghi-Dumifrescu, R., Duma, M., Tipercius, B., Vârlan, R. & L. Vlase (2018): Sources for developing new medicinal products, biochemical investigations on alcoholic extracts obtained from aerial parts of some Romnian Amaryllidaceae species. BMC Complementar and Alternative Medicine, 18: 226. https://doi.org/10.1186/s12906-018-2292-8.
  3. Beuchert, M. (1995): Symbolik der Pflanzen. Insel Verlag, Frankfurt am Main, Leipzig, 391 S.
  4. Boshra, Y. R., Fahim, J. R., Hamed, A. N. E. & S. Y. Desoukey (2022): Phytochemical and biological attributes of Narcissus pseudonarcissus L. (Amaryllidaceae): A review. S. Afr. J. Bot., 146: 437-458.
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